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Wie ich meine Immobilie am Markt verbrannt habe

Ein Erfahrungs­bericht von Georg Schacher­mey­er (Name geän­dert)

Beim Immobilienverkauf lauern viele Tücken, die den Erfolg schmälern.

Gehen Sie den Verkauf pro­fes­sionell an. Wir helfen Ihnen dabei. Kon­tak­tieren Sie uns.

 

Meine Frau hat meis­tens recht. Vor allem, als es um den Verkauf unseres Haus­es ging. Sie hat gle­ich gesagt, wir haben doch gar keine Zeit, lass uns lieber einen Mak­ler suchen. Aber ich habe nicht auf sie gehört und es wäre fast zu ein­er Katas­tro­phe gekom­men. Ich habe unsere Immo­bilie am Markt ver­bran­nt. Ich erzäh­le Ihnen meine Geschichte gerne.

Es begann damit, dass über­all von enorm steigen­den Immo­bilien­preisen die Rede war, ganz beson­ders auch in unser­er Stadt. Wir hat­ten ein Ein­fam­i­lien­haus am Stad­trand. Verkehrs­gün­stig gele­gen, wenn auch ein biss­chen zu dicht an der Auto­bahn. Nach­dem unsere Kinder aus­ge­zo­gen waren, hielt uns aber nichts mehr in der Stadt. Wir sind bei­de selb­st­ständig, kön­nen von über­all aus arbeit­en, und wir haben schon immer von einem idyl­lis­chen Häuschen an der Nord­seeküste geträumt. Also wann, wenn nicht jet­zt? Verkaufen und Umziehen, das war der Plan. Ich ging davon aus, dass uns die Leute bei dem anges­pan­nten Immo­bilien­markt das Ein­fam­i­lien­haus nur so aus der Hand reißen wür­den.

Ich sah mir Immo­bilienin­ser­ate aus unser­er Stadt an. Eine ähn­liche Immo­bilie war für 520.000 Euro im Ange­bot. Zwar in einem anderen Vier­tel, aber trotz­dem dachte ich: „Wer nicht wagt, der nicht gewin­nt! Mit dem Preis herun­terge­hen kannst du ja immer noch.“ Ich machte ein paar Fotos und schal­tete ein Inser­at auf zwei großen Immo­bilien­por­tal­en: „Fam­i­lienidyll am Stad­trand: EFH mit eigen­em Garten, 145 m² Wohn­fläche plus Garage in verkehrs­gün­stiger Lage, Preis (VB): 550.00 Euro“.

Das war der Startschuss. In den ersten Tagen lief es noch ganz gut. Es melde­ten sich vier Inter­essen­ten. Ein sehr sym­pa­this­ch­er älter­er Herr schien inter­essiert zu sein. Er stellte viele Fra­gen und wollte nicht nur die Immo­bilie sehen, son­dern auch sämtliche Unter­la­gen. Einen Energieausweis hat­te ich zum Glück auf Anrat­en mein­er Frau beantragt, ein Grun­driss fand sich auch, aber an den aktuellen Grund­buchauszug hat­te ich noch nicht gedacht. Der Inter­essent müsste den aber sein­er Bank vor­legen, um ein Dar­lehen für den Kauf der Immo­bilie zu beantra­gen. Ich ver­sprach, mich schnell darum zu küm­mern. Lei­der hat­te er aber dann wohl schon etwas Anderes gefun­den, als ich den Grund­buchauszug schick­en wollte.

Danach passierte eine ganze Weile nichts mehr. Ich änderte das Inser­at, gab dies­mal die genaue Grund­stücks­größe an und beschrieb auch den Zus­tand und die durchge­führten Sanierungs­maß­nah­men etwas genauer. Mit dem Preis ging ich auf 500.000 Euro runter und war sich­er, dass sich jet­zt bald ein Käufer melden würde. Nach zwei Wochen senk­te ich den Preis also erneut und machte ich noch ein­mal bessere Fotos. Doch nichts passierte.

Mit dem Preis war ich inzwis­chen bei 430.000 Euro angekom­men. Ab und zu keimte neue Hoff­nung auf, wenn sich jemand meldete. Doch die meis­ten waren schon am Tele­fon mis­strauisch und fragten gle­ich nach der Auto­bahn. Ich habe in diesem Haus viele Jahre mit mein­er Frau und den Kindern ver­bracht und ja, man kann die Auto­bahn hören. Aber im All­t­ag spielte das für uns alle über­haupt keine Rolle. Die weni­gen Inter­essen­ten aber, die zur Besich­ti­gung unser­er Immo­bilie kamen, woll­ten den Lärm als gigan­tis­chen Makel darstellen und mir einre­den, dass ich deshalb nur schw­er einen Käufer find­en würde. Offen­sichtlich hat­ten viele tat­säch­lich den immer weit­er sink­enden Ange­bot­spreis beobachtet und sucht­en nun ganz gezielt nach dem Grund.

Als das Haus nach sechs Monat­en noch immer inseriert war, nun­mehr für 360.000, wollte ein Handw­erk­er mich allen Ern­stes auf 180.000 herun­ter­han­deln. Da war ich mit meinen Ner­ven am Ende. Wenn das der Erlös sein sollte für eine Immo­bilie, in der die Erspar­nisse und die Arbeit meines hal­ben Lebens steck­ten, dann war auch der Traum vom Nord­see-Idyll ein für alle Mal aus­geträumt.

Meine Frau hat­te ja gle­ich gesagt, wir brauchen einen Mak­ler. Jet­zt, wo die Immo­bilie ver­bran­nt war, braucht­en wir einen Feuer­wehrmann. Also einen Mak­ler, der seinen Job richtig gut macht. Wir hat­ten Glück und beka­men beim Qual­itäts­mak­ler hier in unser­er Nach­barschaft kurzfristig einen Beratung­ster­min. Für den Immo­bilien­profi war die Sache klar: Die Immo­bilie musste zuerst für eine gewisse Zeit vom Markt genom­men wer­den und danach wür­den wir mit dem richti­gen – pro­fes­sionell ermit­tel­ten – Ange­bot­spreis neu ein­steigen.

Die Sache ist noch ein­mal gut gegan­gen. Wir ste­hen jet­zt kurz vor dem Notarter­min und ich ver­rate Ihnen an dieser Stelle nicht, zu welchem Preis wir verkaufen wer­den. Aber es ist ein ordentlich­es Sümm­chen. In der Zwis­chen­zeit haben wir uns eine kleine Woh­nung an der Nord­see gemietet, und sobald der Kaufver­trag für unser altes Haus endlich in Sack und Tüten ist, wer­den wir uns ganz in Ruhe nach einem eige­nen Dom­izil dort an der Küste umse­hen, ganz nach unseren Vorstel­lun­gen. Bei der Suche lassen wir uns übri­gens von einem Mak­ler vor Ort unter­stützen. Dazu brauchte meine Frau mich dieses Mal nun wirk­lich nicht erst lange zu überre­den. 

Haben Sie bei dem Ver­such, Ihre Immo­bilie pri­vat zu verkaufen, einen Fehlschlag erlebt und benöti­gen nun Unter­stützung, um die ver­bran­nte Immo­bilie doch noch verkaufen zu kön­nen? Oder wollen Sie von vorn­here­in eine erfol­gre­iche Ver­mark­tung sich­er­stellen? Dann kon­tak­tieren Sie uns! Wir berat­en und unter­stützen Sie bei allen Fra­gen rund um den Immo­bilien­verkauf!

 

Rechtlich­er Hin­weis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechts­ber­atung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachver­halte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Recht­san­walt und/oder Steuer­ber­ater klären.

 

Foto: © sasha_zerg/Depositphotos.com

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